BFH 10. Senat, Urteil vom 19.01.2010, Az.: X R 17/09
Zusammenfassung:
```html Beerdigungskosten als dauernde Last – BFH-Urteil X R 17/09 vom 19.01.2010 im Erbrecht Zusammenfassung: Das Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 19.01.2010, Az. X R 17/09, beschäftigt sich mit der Frage, ob Beerdigungskosten als dauernde Lasten im Rahmen der Vermögensübergabe anzuerkennen sind und somit als wiederkehrende Leistungen steuerlich abziehbar sind. Im Zentrum steht die Abgrenzung zwischen einmaligen Forderungen und wiederkehrenden Belastungen, die den Wert des zu übertragenen Vermögens mindern. Der BFH hat entschieden, dass Beerdigungskosten grundsätzlich keine dauernde Last darstellen, weil sie typischerweise einmalig sind und nicht auf eine dauerhafte Verpflichtung hinweisen. Dieses Urteil hat erhebliche Bedeutung für Erben, Schenkende und steuerliche Berater, da es die Bewertung von Vermögensübergaben im Erb- und Schenkungssteuerrecht präzisiert. Tenor Der BFH hat entschieden, dass Beerdigungskosten keine dauernde Last im Sinne des Erbschaft- und Schenkungsteuergesetzes darstellen. Dementsprechend sind sie nicht als wiederkehrende Leistungen bei der Bewertung von Vermögensübergaben abzuziehen. Die Anerkennung von Beerdigungskosten als dauernde Last ist ausgeschlossen, da diese Kosten in der Regel einmalig anfallen und keine wiederkehrende Verpflichtung begründen. Gründe des Urteils 1. Hintergrund und Begriff der dauernden Last Im Erbschaft- und Schenkungssteuerrecht ist die Berücksichtigung von dauernden Lasten ein wesentlicher Bewertungsfaktor. Eine dauernde Last liegt vor, wenn ein belastetes Vermögensstück mit wiederkehrenden
