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Strafe bei Steuerhinterziehung

Steuerhinterziehung ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat. §370 der Abgabenordnung legt fest, wann dieser Tatbestand vorliegt: Sie machen sich strafbar, wenn Sie gegenüber den Behörden unrichtige oder unvollständige Angaben zu erheblichen Tatsachen machen bzw. die Behörden in Unkenntnis lassen oder auf die Verwendung von Steuerzeichen oder Steuerstemplern verzichten und sich dadurch unberechtigte Steuervorteile verschaffen.

Eine Hinterziehung der Einkommens-, Umsatz-, Lohn-, Körperschafts-, Gewerbe-, Erbschafts- und Schenkungssteuer kann also ihre Ursache in Verheimlichen oder Falschangaben haben. Auch die Beihilfe dazu ist bereits strafbar und selbstverständlich wird auch unversteuertes Schwarzgeld mit einer Strafe belegt.

Strafmaß Steuerhinterziehung

Steuerhinterziehung kann mit einer Geldstrafe sowie je nach Schwere der Tat mit einer Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren geahndet werden. Das Strafmaß für die Steuerhinterziehung hängt maßgeblich von der Höhe der hinterzogenen Steuern ab:

  • bis 1.000 Euro: Auflage ohne weitere Strafverfolgung
  • bis 50.000 Euro: Geldstrafe
  • bis 100.000 Euro: Geld- oder Freiheitsstrafe (u. U. auf Bewährung)
  • bis 1.000.000 Euro: Geld- und wahrscheinlich auch Freiheitsstrafe (u. U. auf Bewährung)
  • über 1.000.000 Euro: Geld- und wahrscheinlich mindestens zwei Jahre Freiheitsstrafe ohne Bewährung

In besonders schweren Fällen sind Haftstrafen bis zu zehn Jahren möglich. In allen Fällen müssen die hinterzogenen Steuern plus 0,5 Prozent monatlicher Verzinsung zusätzlich zur Geldstrafe nachgezahlt werden. Für die Geldstrafe werden Tagessätze ermittelt, deren Höhe auf dem Einkommen des Steuersünders basieren. Bei mehr als 90 Tagessätzen wäre der Verurteilte vorbestraft.

Für das Strafmaß bei Steuerhinterziehung spielt zudem eine Rolle, welche Motive und Ziele damit verfolgt wurden, wie groß der Wille dazu war, wie die Tat ausgeführt wurde und wie sich der Betroffene nach der Tat verhalten hat. All das wird neben der Höhe der hinterzogenen Steuern und seinen persönlichen sowie wirtschaftlichen Verhältnissen berücksichtigt.

Auch in schwierigen Fällen setzen wir Ihre Interessen durch. Nehmen Sie Kontakt zu uns auf, gern klären wir Ihre Fragen in einem Erstberatungsgespräch.
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Selbstanzeige kann vor Strafe schützen

Solange noch keine Außenprüfung durchgeführt und noch kein Verfahren durch die Behörden eingeleitet wurde, ermöglicht das Steuerstrafrecht mildernde Umstände durch eine strafbefreiende Selbstanzeige. Dafür müssen Sie die falschen oder fehlenden Angaben berichtigen und dem Finanzamt melden, damit dies eine konkrete Steuerlast festsetzen kann. Wurden bereits zu wenig Steuern entrichtet, muss die hinterzogene Summe in einer von den Behörden festgesetzten Frist nachgezahlt werden.

Sollte es zu einem Verfahren kommen, wirken sich gewisse Faktoren strafmildernd aus. Dazu gehören beispielsweise eine fehlgeschlagene Selbstanzeige, eine Steuerhinterziehung, die lediglich eine spätere Steuerfestsetzung als Ziel hatte und eine aktive Mitwirkung bei der Aufklärung der Tat.

GSP Dr. Glaser & Scheidt berät Sie umfassend über mögliche Strafen bei Steuerhinterziehung.

Liegt eine Steuerhinterziehung vor, sollten Sie einen auf Steuerrecht spezialisierten Anwalt zurate ziehen. Er wird Sie mit dem Ziel eines geringen Strafmaßes für die Steuerhinterziehung oder sogar einer Straffreiheit vertreten. In vielen Fällen ist das bereits durch eine Selbstanzeige und Berichtigungserklärung möglich. Bei einem bereits eingeleiteten Verfahren kann das Ziel der Verteidigung eine Einstellung mit oder ohne Auflagen oder die Beendigung des Verfahrens durch ein Urteil sein.

Wir vertreten und beraten Sie zu folgenden Themen:

  • Verteidigung zu den Tatvorwürfen
  • Verteidigung bei Steuerfestsetzung und Strafbemessung
  • Beratung bei bestehendem Haftbefehl
  • Verhandlungen mit Finanzamt und Banken
  • Erstellung einer strafbefreienden Selbstanzeige
  • Berichtigungserklärung
Ihre Ansprechpartner:
Mathias Scheidt
Mathias Scheidt
Fachanwalt für Steuerrecht
Schwerpunkt Steuerstrafrecht
Karsten Weiss
Karsten Weiß
Fachanwalt für Steuerrecht
Schwerpunkt Steuerstrafrecht
Notar Dr. Gunnar Glaser
Notar* Dr. Gunnar Glaser
Fachanwalt für Steuer- & Erbrecht
Schwerpunkt Erbrecht & Steuern
Dipl.-Jurist Hendrik Straus
Dipl.-Jurist Hendrik Straus ⓘ
Steuerberater

Die Strafe für Steuerhinterziehung – egal ob aktiv durch Falschangaben oder passiv durch Unterlassen – beträgt in Deutschland bis zu zehn Jahre Haft. Freilich droht dieses Strafmaß nur in besonders schweren Fällen, doch Bewährungsstrafen können bereits dann verhängt werden, wenn Steuern in Höhe von 50.000 bis 100.000 Euro hinterzogen wurden. Hinzu kommt in jedem Fall eine nicht unerhebliche Geldstrafe und selbstverständlich müssen die Steuern nebst Zinsen nachgezahlt werden.

Wer einer solchen Strafe für Steuerhinterziehung entgehen will, sollte sich einen Anwalt für Steuer- und Steuerstrafrecht suchen. Gerne unterstützen wir Sie bei der Erstellung einer Berichtigungserklärung oder Selbstanzeige und verteidigen Sie bei einem Verfahren. Wir kennen die Gesetze und haben Erfahrung im richtigen Umgang mit den Behörden, um einen langwierigen Prozess zu vermeiden.

* Amtssitz des Notars in Bochum

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Bochum, Hattinger Straße 229, Tel.: +49 234 - 97 65 77 16

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