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Erbe einklagen / Testament anfechten

Erbstreitigkeiten sind häufig Grund für eine rechtliche Beratung. Auch wir unterstützen Mandanten bei der Durchsetzung ihrer Ansprüche hinsichtlich eines Nachlasses. Denn wem durch ein Testament oder per Gesetz ein Erbteil zusteht, der wird in den wenigsten Fällen freiwillig darauf verzichten. Dabei darf der Begriff „Erbteil“ nicht mit dem Pflichtteil verwechselt werden, der nur dann ins Spiel kommt, wenn der Nachlasser eine Person enterbt hat. Dementsprechend gibt hier auch Unterschiede beim Einklagen des Erbes.

Erbteil einklagen

Den Erbteil kann einklagen, wer vom Verstorbenen per Testament bzw. Ehevertrag oder per Gesetz am Nachlass bedacht wurde. Darüber hinaus ist die Voraussetzung für eine Klage natürlich, dass Ihnen jemand den rechtmäßigen Erbteil vorenthält, beispielsweise andere Erben.

In der Regel kommen Sie erst nach dem Tod des Erblassers an Ihr Erbe. So sieht es § 1922 Absatz 1 BGB vor. Wer nicht solange warten will, muss miteinander reden und schon zu Lebzeiten eine (freiwillige) Lösung finden. Möglich wäre etwa eine Abstandszahlung und der damit verbundene Verzicht auf den Erbteil nach dem Tod des Erblassers. Vorher einen Erbteil gerichtlich einzuklagen, hat kaum Erfolgschancen.

Nach dem Tod hingegen ist eine Klage durchaus vielversprechend, wenn die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind. Die Anwalts- und Prozesskosten zahlt derjenige, der vor Gericht verliert. Sie können Ihre Ansprüche bis zu 30 Jahre nach Bekanntwerden des Erbfalls geltend machen. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf, wenn Sie eine Beratung zum Thema „Erbe einklagen“ wünschen oder ein Testament anfechten wollen.

Auch in schwierigen Fällen setzen wir Ihre Interessen durch. Nehmen Sie Kontakt zu uns auf, gern klären wir Ihre Fragen in einem Erstberatungsgespräch.
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Pflichtteil einklagen

Familiäre Auseinandersetzungen zu Lebzeiten können dazu führen, dass jemand per Testament enterbt bzw. mit einem zu geringen Erbe bedacht wird. Wem von Gesetzes wegen ein Teil des Nachlasses zusteht, der von den anderen Erben jedoch nicht ausgezahlt wird, der kann den Pflichtteil einklagen.

Pflichtteilsberechtigt sind:

  1. eheliche, uneheliche und adoptierte Kinder, Enkel, Urenkel und andere Nachkommen des Verstorbenen
  2. Ehepartner oder eingetragene Lebenspartner
  3. Eltern

Dabei haben die unter 1. genannten Abkömmlinge ein Vorrecht auf das Erbe. Die Eltern des Erblassers haben demnach nur Anspruch darauf, wenn der Verstorbene keine Kinder, Enkel etc. hatte. Anders verhält es sich bei Ehepartnern und eingetragenen Lebenspartnern, die jederzeit ein Anrecht auf ihren Pflichtteil haben.

Wer sein Erbe einklagen will, sollte beim Pflichtteil die Frist von drei Jahren beachten, die am Ende des Jahres beginnt, in dem der Betroffene von Erbfall bzw. Enterbung erfahren hat. Ein weiterer Fallstrick sind sogenannte Pflichtteilsstrafklauseln, beispielsweise in Ehegattentestamenten. Stirbt der darin als Alleinerbe bedachte Ehegatte, sind die als Schlusserben eingesetzten Kinder de facto enterbt. Sie sind dann „nur noch“ pflichtteilsberechtigt.

Höhe des Erb- bzw. Pflichtteils

Nur in rund 50 Prozent der Erbfälle in Deutschland regelt ein Testament den Nachlass. Beim Erben ohne Testament kommt die gesetzliche Erbfolge zum Tragen. Der Erb- bzw. Pflichtteil richtet sich dabei nach dem Verwandtschaftsgrad. Folgende Rangordnung gilt:

  1. Ehepartner, Kinder, Enkel und Urenkel
  2. Eltern, Geschwister, Nichten und Neffen sowie deren Kinder
  3. Großeltern, Onkel und Tante, Cousin und Cousine sowie deren Kinder
  4. Großonkel und Großtante sowie deren Kinder

Ehegatten sind immer erbberechtigt, allerdings nur dann Alleinerbe, wenn keine Erben der 2. und 3. Ordnung existieren. Die Höhe des Erbes bei Ehepartnern ist vom Güterstand abhängig und unterscheidet sich bei Zugewinngemeinschaft, Gütertrennung und Gütergemeinschaft. Ist der Erblasser nicht verheiratet, erben nur die Kinder. Ist ein Kind bereits verstorben, geht das Erbe an die Enkel über bzw. an die Eltern, falls überhaupt keine Kinder vorhanden sind usw.

Testament anfechten

Wurden Hinterbliebene per Testament enterbt, steht ihnen ein Pflichtteil zu, der die Hälfte des gesetzlichen Erbteils beträgt. Es ist jedoch ratsam, von einem Anwalt prüfen zu lassen, ob das Testament formwirksam ist und ob Sie das Testament anfechten können. Das wäre beispielsweise möglich, wenn der Erblasser nicht testierfähig war.

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