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Erbrecht nach Scheidung

Eine Heirat ist in vielfacher Hinsicht ein folgenreicher Schritt. Heiraten, um Steuern zu sparen – diesen Grund geben viele Paare an. Doch neben dem steuerlichen Aspekt hat eine Hochzeit auch Auswirkungen auf das Erbe. Solange der Ehegatte nicht enterbt wurde, hat er Ansprüche auf das Vermögen des verstorbenen Partners.

Ehegatten haben ein gesetzliches Erbrecht. Zudem steht ihnen ein Pflichtteil am Erbe zu. Beides wird jedoch unwirksam, sobald die Ehe geschieden wird. Der Zeitpunkt des Erbrechtsverlustes kann sogar schon vor der rechtskräftigen Scheidung eintreten, denn ist die Ehe nach § 1565 BGB gescheitert, erlöschen die Erbansprüche des Ex-Partners. Das ist der Fall, wenn die Eheleute mindestens ein Jahr getrennt gelebt haben oder der Erblasser die Scheidung bereits eingereicht bzw. ihr zugestimmt hatte. Nach drei Jahren Trennung entfällt die Notwendigkeit der Zustimmung sogar.

Korrektes Testament kann Erben nach Scheidung regeln

Neben der gesetzlichen Erbfolge ist immer auch ein mögliches Testament zu prüfen. Vielfach wird der Ehegatte hier als Erbe eingetragen. Allerdings ist der letzte Wille diesbezüglich unwirksam, wenn im Testament nicht ausdrücklich festgelegt ist, dass dieses Erbrecht nach der Scheidung ebenfalls gelten soll. Davon unberührt sind etwaige Unterhaltsregelungen für gemeinsame Kinder, die der hinterbliebene Ex-Partner betreut. Solche Zahlungen zählen zu den Nachlassverbindlichkeiten der Erben. Allerdings gibt es hier Höchstgrenzen. Gern beraten wir Sie zu diesem Thema.

Ein Testament kann für das Erben nach Scheidung in mehrfacher Hinsicht sinnvoll sein. Wer sichergehen will, dass der Ehegatte im Falle einer Trennung definitiv nicht am Vermögen des Erblassers partizipieren soll, der sollte alle Fallstricke kennen. So würde der hinterbliebene Ex-Partner beispielsweise gesetzlich erbberechtigt sein, wenn das gemeinsame Kind als einziger Erbe stirbt und selbst keine Erben hinterlässt. Durch eine im Testament festgehaltene Erbfolge können derlei ungewünschte Schlupflöcher des Erbrechts gestopft werden. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf, wenn sie ein Testament verfassen wollen, das Sie und Ihre Hinterbliebenen vor unliebsamen Überraschungen schützt.

Ehegattentestament bei Trennung rechtzeitig widerrufen

Beraten lassen sollten Sie sich auch bei wechselseitigen Verfügungen. Für deren Aufkündigung muss der Widerruf notariell beurkundet sein. Ein formloses Schreiben an den Ehegatten genügt hingegen nicht. Ein solcher Widerruf sollte bei gemeinschaftlichen Ehegattentestamenten bei einer Trennung immer alsbald erfolgen. Problematisch kann es werden, wenn eine Scheidung noch nicht vollzogen ist und der Ehegatte verstirbt. In diesem Fall ist kein Widerruf mehr möglich, auch wenn sich das Paar bereits getrennt hatte. Nach der Scheidung sind derlei Testament hingegen unwirksam, weil der Gesetzgeber den stillschweigenden Bestand der Ehe voraussetzt.


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